Landart mit Kindern

Einer der wohl populärsten Vertreter der Landart ist Andy Goldsworthy, der durch seine Projekte und Fotobände diesen Kunstbereich einem breiten Publikum vorstellte. Landart - Kunst will zum einen das Eigene eines Landschaftsraumes bewusster machen, zum anderen sollte auch der künstlerische Gestaltungsakt für die handelnde Person und das Publikum eine neue sinnlich-ästhetische Wahrnehmung erfahrbar werden.
Einer der wichtigsten Wesenszüge von Landart ist, dass das Arbeiten in dieser Abstraktion und „Einfachheit“ auch Kindern gerecht werden kann und trotzdem seinen künstlerischen Anspruch nicht verliert. Vielleicht erlebten diese Kinder zum ersten mal, ohne Erfolgsdruck und vorgeschriebene Ziele, etwas aus ihrer Hand entstehen zu sehen,  welches sie selbst und andere in Staunen versetzte.
Sehen, Fühlen, Wahrnehmen, das Material, der Ort und die Form sind hier untrennbar verbunden im gemeinsamen Schaffen. Als einziges Hilfsmittel für den künstlerischen Prozess mit und in der Natur steht dem Schaffenden sein eigener Körper zur Verfügung – Hände, Füße, Augen, Ohren und was sich sonst als Werkzeug einsetzen lässt. Landart mit Kindern hat ihren eigenen Rhythmus und lässt sich nicht so leicht durchplanen wie eine Unterrichtsstunde. Ideen müssen die Chance haben, sich zu entwickeln und zu verändern. Die Arbeiten sind nie wirklich fertig, sondern verändern sich ständig, so wie sich auch die Natur in einem ständigen Wandel befindet. Das Beste ist, sich einfach vom Ort, den Naturgegebenheiten anregen und von der eigenen Befindlichkeit tragen zu lassen.